Dzien dobre - dieser kleine polnische Wortschatz ist den Mescheder Himmelsstürmern nach der Reise zur Stadt Szczecinek (Neustettin) geblieben. Wie schon 2023 haben wir die Einladung von der Veranstaltungsleitung für ein kleines Ballontreffen in Polen angenommen und das Ballongespann auf die lange Reise - ca. 820 km - vorbereitet.

Am 6. August sind die Mescheder Himmelsstürmer früh losgefahren und haben die Strecke ohne Probleme in 10 Stunden bewältigt. Die Grenzkontrollen an der deutsch-polnischen Grenze, die einen Tag vor unserer Abreise abgeschafft werden sollten, wurden kurzfristig um 2 Monate verlängert. Aber wir konnten unter den strengen Blicken der polnischen Beamten die Grenze ohne Kontrolle passieren. An unserem Ziel angekommen wurden wir wie schon zwei Jahre zuvor im Hotel Quattro empfangen und haben uns nach einem kleinen Imbiss von der Autofahrt erholt.

Am nächsten Tag mussten erst die Papiere des Ballons und Lizenzen des Piloten beim Check-in geprüft werden. Danach ging es zum Generalbriefing ins Schloss von Szczecinek. Nach vielen Informationen rund um die Veranstaltung und natürlich auch die Annehmlichkeiten wie Verpflegung und Freizeitgestaltung wurden den Teams die Bedingungen für die erste Ballonfahrt am Abend vorgestellt.

In dem gut gefüllten Saal mit Ballonteams aus Polen, der Ukraine, Schweden, Frankreich, Holland und Deutschland war eine interessante Akustik der unterschiedlichen Sprachen beeindruckend. Das Generalbriefing wie auch die folgenden Briefings wurden in polnischer und deutscher Sprache abgehalten. So hatten die deutschen Teams gute Möglichkeiten, die Informationen für die Ballonfahrten zu verstehen. Dies änderte sich jedoch sehr schnell nach Zuteilung der Gäste im Ballonkorb. Teilweise sehr eingeschränkte bis gar keine Englischkenntnisse sorgten für abenteuerliche Unterhaltungen und Einweisungen während der Fahrten.

Dennoch konnten wir an den freudigen Gesichtern der Mitfahrer erkennen, dass wir alles richtig gemacht hatten und wir mit dem Energie-Ballon in guter Erinnerung bleiben werden. Insgesamt konnten wir vier Mal von unterschiedlichen Startplätzen in den polnischen Himmel abheben und den Ausblick in die fremde Umgebung genießen. Die letzte Ballonfahrt am Sonntagmorgen wurde wegen der nicht ballontauglichen Wetterbedingungen gecancelt. So konnten wir uns, mit den anderen Teams zusammen, noch beim hervorragenden Brunch für die Heimreise stärken.

In Polen hatten wir eine entspannte Fahrt mit wenig Verkehrsaufkommen. Was sich jedoch an der polnisch-deutschen Grenze änderte. Ca. 5 km vor dem Grenzübergang standen wir wie viele andere bei 25° C im Stau. Nach etwa 3 Stunden stop and go erreichten wir die Grenze und erkannten den Grund für die Verzögerung: Man hatte die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h herabgesetzt. Dennoch sind wir ohne weitere Kontrolle durchgewunken worden und konnten unsere Fahrt fortsetzen. Eine Vollsperrung der A2 bei Braunschweig haben wir dank Google gerade noch umfahren. So verlief unsere Autofahrt mit 14 Stunden etwas länger als die Hinreise, dennoch sind wir ohne weitere Probleme heil zuhause angekommen.

Also dzieki für eure Aufmerksamkeit und vielleicht sehen wir uns bald in der Luft.

Glück ab und gut Land!

Euer Pilot Andreas